Am 12. Juni 1865 wurde in Gommern der Männerturn-Verein ins Leben (MZV) gerufen. Aber nicht nur dem Sport fühlten sich die Turner verpflichtet. 1871 und 1878 pflanzten sie Friedenseichen, sie sammelten Spenden für verunglückte Steinbrucharbeiter und 1912 für einen verunfallten Turner. Kurz vor der Jahrhundertwende war erstmals der Bau einer Sporthalle angeregt worden. Es dauerte bis 1920, dass der MTV das Turnen ebenso Kindern und Frauen ermöglichte. Zum zehnjährigen Stiftungsfest des Turnvereins hält die Chronik einen Zeitungsartikel vor, der nicht nur über „viel Publikum auf dem Festplatz“ berichtete: „Das Hauptinteresse galt dem hier noch nie gesehenen Damenturnen. Die in überaus kleidsamen Kostümen aufmarschierten Turnerinnen brachten nicht nur Freiübungen, sondern auch an Geräten (Barren und Pferd) Darbietungen vom Handstand bis zum Grätschen und zur Hocke“.
