Vereinsleben

Neue Ehrenmitglieder

Am 21. Oktober 2021 wurden Klaus Wolf und Doris Wolf-Leps zu Ehrenmitgliedern des Heimatvereins Gommern ernannt. Mit ihnen verfügt der Verein über insgesamt sechs Ehrenmitglieder. Laut Vereinssatzung befindet die Mitgliederversammlung über die Ernennung. Voraussetzung dafür ist eine langjährige und intensive Vereinsarbeit.

Klaus Wolf und Doris Wolf-Leps wurden zu Ehrenmitgliedern des Heimatvereins Gommern ernannt (Foto: W. Meyer).

Die geehrten sind langjährige Mitglieder und nehmen rege am Vereinsleben teil. Klaus Wolf war viele Jahre Schriftführer. Doris Wolf-Leps kümmert sich darum, dass jedes Vereinsmitglied pünktlich und hübsch gestaltet eine Geburtstagskarte erhält. Beide sind immer ansprechbar, wenn der Verein Hilfe braucht. Die Mitglieder sagen mit der Ernennung der beiden zu Ehrenmitgliedern DANKE.

Vereinsleben

Für ein bunteres Gommern

Der Heimatverein organisierte unter Federführung von Arlette Krickau am 16. Okt0ber 2021 eine nachhaltige Verschönerung der Stadt Gommern. Auf den Grünflächen in der Walther-Rathenau-Straße und der Hagenstraße wurden 1.200 Blumenzwiebeln gesteckt. Alle samt sogenannte Frühblüher. Das heißt, bereits im zeitigen Frühjahr des kommenden Jahres werden auf diesen Flächen z. B. Krokusse und Hyzinten blühen.

Die Mitglieder des Heimatvereins auf dem Weg zum Blumenzwiebeln stecken in der Hagenstraße.

Pünktlich zum Beginn haben sich zehn Vereinsmitglieder eingefunden. Die Vorbereitung war perfekt: Jeder Baum in der Hagenstraße hatte eine Nummer und zugeordnet dazu war eine Schale mit den entsprechenden Blumenzwiebeln. Mit Gartenschippe und Pflanzgerät wurden die Zwiebeln in den kleinen Rasenflächen unter den Bäumen versenkt. Dank gebührt nicht nur den Fleißigen an diesem Tag sondern all denjenigen, die eine Blumenspende abgaben. Besonders dankt die Vereinsvorsitzende Karin Gust dem in der Knickstraße ansässigen Bau- und Gartenmarkt „bauSpezi Gommern“, der mit einer Sachspende Blumenzwiebeln Starthilfe gab.

Diese Aktion soll keine Eintagsfliege bleiben, sondern ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit des Heimatvereins Gommern e.V. werden. Wer dieses Anliegen unterstützen möchte, ist gebeten, eine kleine Geldspende zu überweisen (IBAN: DE41 8105 4000 0610 0039 92). Bitte nicht die Anschrift vergessen, der Heimatverein übersendet eine Spendenbescheinigung, die bei der nächsten Steuererklärung geltend gemacht werden kann.

Vereinsleben

Eine etwas andere Ausstellungseröffnung

Am 19. September 2021 hatte der Heimatverein Gommern um 14 Uhr zur offiziellen Eröffnung seiner Ausstellung „Straßen von Gommern und deren Entwicklung“ mit einem gemütlichen Beisammensein im Innenhof eingeladen. Bierzeltgarnituren mit Blumengebinden geschmückt, luden zum Verweilen ein. Gleichwohl viele Gäste und Vereinsmitglieder ließen es sich nicht nehmen, einmal vorbeizuschauen. Anlässlich der Ausstellungseröffnung wurde auch der neue Kalender des Heimatvereins mit historischen Straßenansichten für das Jahr 2022 vorgestellt und verkauft.

Nach der Eröffnung durch die Vereinsvorsitzende Karin Gust gab es eine erste Überraschung: Geehrt wurde der 12.500 Besucher. In diesem Fall eine Besucherin: Burglind Oehlläger aus Gommern hatte sich in das Gästebuch des Vereins eingetragen und erhielt zum Dank eine Flasche Sekt aus sachsen-anhaltischer Produktion.

Mit viel Applaus wurden die anschließenden Darbietungen des Gemischten Chors Gommern unter der Leitung von Marco Rickmann bedacht. Im Anschluss wurde das Kuchenbuffet eröffnet. Zahlreiche Vereinsmitglieder hatten gebacken und Kaffee gekocht. Dementsprechend groß war die Auswahl an süßen Köstlichkeiten.

Luden zum Tanz ein: Das Gesangsduo EKD.

Nach der gemeinsamen Stärkung wurde es dann richtig gemütlich. Das Gesangsduo EKD aus Gommern (Eckhard Camin und Klaus Petersen) sangen und luden zum Tanz. Das ließen sich auch etliche der Anwesenden nicht nehmen. Obwohl nur 16 Grad warm, war es ein gemütliches Beisammensein.

Vereinsleben

Erster Vereinsausflug 2021

Nach einer über zehn Monate dauernden (Pandemie)Pause fand am 18. Juli 2021 der erste Vereinsausflug des Jahres 2021 statt. Die Einladung lautete: Gemeinsame Radtour nach Menz mit Besichtigung der Kirche und des Bürgerhauses. Was anfänglich gar nicht so spektakulär klang, stellte sich für die teilnehmenden Vereinsmitglieder letztlich ganz anders da. Aber der Reihe nach!

Pünktlich um 10 Uhr fanden sich 12 Vereinsmitglieder mit ihrem Fahrrad Am Weinberg gegenüber der Feuerwehr ein (acht weitere stießen in Menz dazu). Die Tour führte durch das Gewerbegebiet und auf dem gut ausgebauten Radweg neben der Bundesstraße 184 über Wahlitz nach Menz. An der Kirche empfing die Mitglieder des Heimatvereins Fritz Schmiel, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins „Kirche St.Paulus und Kirchberg Menz“ und lud zu einer Führung durch die Kirche nebst Turmbesteigung ein.

Obwohl bescheiden ausgestattet, ist das Kirchenschiff ein Ort der Ruhe und Besinnung. Herr Schmiel erwies sich schnell als versierter Kenner der Menzer Geschichte und nahm die Besucher mit auf eine kleine Zeitreise von 1944 bis 2021. Uns so erfuhren wir viele interessante Details. Zum Beispiel, dass am 15. Januar 1944 in Menz zehn Menschen im Bombenhagel der Alliierten sterben mussten, weil der Westwind die für Magdeburg gedachten Leuchtbomben abtrieb und die nachfolgenden Piloten ihre tödliche Fracht über Menz abwarfen. In den Nachkriegsjahre wurde die Menzer Kirch als Patronatskirche des Gutsherrn von Königsborn genutzt. Und da Königsborn über kein eigenes Gotteshaus und über keinen eigenen Friedhof verfügt, war Menz entsprechend frequentiert. Noch heute wird die Kirche mit dem integrierten Patronatssaal von den Königsborner Kirchenmitgliedern genutzt. Als ein Highlight erwies sich die Besteigung des im Jahr 2011/12 wiederaufgebauten Kirchturms. Fünfzig zum Teil steile und durch Spenden finanzierte Stufen führten nach oben. Nach der Öffnung der Fensterläden konnten wir aufgrund des klaren Wetters eine tolle Aussicht genießen. Sowohl der Kalimandscharo in Zielitz, der Magdeburger Dom und dass Schloss Leitzkau waren sehr gut erkennbar.

Im Anschluss führte ein kleiner Fußmarsch vom Kirchberg hinunter zum Bürgerhaus. Dort empfing Bürgermeisterin Margit Peters die Ausflügler und lud zu einer kleinen Erfrischung ein. Sie informierte über die Entwicklung der Gemeinde Menz und das vielfältige Freizeitangebot, das sich gleichwohl an alle Altersgruppen richtet.

Basteln, Malen und sportliche Angebote werden sehr gut angenommen. Was die Gäste jedoch überraschte war der Umstand, dass sich dort eine Line-Dance-Tanzgruppe gebildet hat und sich regelmäßig trifft. Nach der Beantwortung zahlreicher Fragen bedankte sich Birgit Reppin im Namen des Heimatvereins mit einem kleinen Geschenk für die Besuchsmöglichkeit. Diese erwiderte Margit Peters mit der Übergabe einer Dokumentation der 800-jährigen Geschichte der Gemeinde Menz.

Der Ausflug gefiel Ludwina Germer (im Vordergrund) so gut, dass sie sich spontan bereiterklärte, Vereinsmitglied zu werden.
Vereinsleben

Wenn eine Idee geboren ist

Wie der Heimatverein Gommern zielstrebig sein Beleuchtungskonzept erneuerte. Ein Rückblick der Vereinsvorsitzenden Karin Gust.

Als im Januar 2020 der MDR im Heimatverein einen Beitrag über die Ausstellung „Poesiealben der Gommeraner im Wandel der Zeit“ produzierte, wurde vom Lichttechniker die mangelhafte Beleuchtung etwas kritisiert. Der Gedanke daran etwas zu ändern, ließ mich nicht mehr los. Ich hatte dies auch bei der Vorstandssitzung angesprochen. Man war sich schnell einig, dies ändern zu wollen. Aber das Geld in unserer Vereinskasse gab eine Erweiterung der Beleuchtungsanlage nicht her. Im April 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie für die Kulturbranche vom Landesheimatbund/MikroKulturFonds ein Förderprogramm aufgelegt und ich habe ich mich mit dem Beleuchtungsprojekt beworben. Leider war der bereitgestellte Fonds bald sehr stark überzeichnet, sodass unser Antrag keinen Zuschlag bekam. Der damalige angefertigte Kostenvoranschlag belief sich auf 3.300,– Euro. Viel Geld für so einen kleinen Verein.

Im Laufe der Zeit reifte die Idee, das Geld über Sponsoren zu generieren. Im Vorstand wurde beschlossen diejenigen, die uns bereits bei anderen Projekten und beim Hoffest unterstützt haben, anzuschreiben. Die Resonanz war überwältigend, wir hatten mit soviel Zuspruch gar nicht gerechnet. Trotz Corona ließen sie es sich nicht nehmen, uns den Spendencheck persönlich zu überreichen. Die Sparkasse Jerichower Land steuerte 800 Euro bei, die Avacon AG 750 Euro sowie die ÖSA-Versicherung und die Volksbank Jerichower Land je 500 Euro.

Als die Gelder auf dem Konto waren, wurde der Auftrag an den Elektro-Betrieb Starzynski erteilt. Die Bestellung der Beleuchtung, einmal ein Schienen- und zum anderen ein Seilzugsystem wurde in Absprache mit dem Elektriker durch den Heimatverein vorgenommen. Diese Eigeninitiative hat sich in finanzieller Hinsicht ausgezahlt. Zudem ist das Schienensystem bei Bedarf erweiterbar.

Die neu installierten Beleuchtungsschienen im Raum der Sonderausstellungen.
Die neu installierten Beleuchtungsschienen im Raum der Sonderausstellungen.

Die Montage in dem Raum, der den Sonderausstellungen vorbehalten ist, war vergleichsweise schwierig. Die Decke ist in unregelmäßigen Abständen mit Metallträgern versehen, sodass vor jeder Bohrung ein Messgerät zum Einsatz kam. Außerdem musste für das Schienensystem eine gesonderte Zuleitung mit separaten Lichtschalter verlegt werden.

Die Beleuchtung der Vitrinen im ersten Raum stellte kein Problem dar, da sich eine Steckdose unmittelbar neben den Vitrinen befindet. Beim genaueren Kontrollieren der Vitrinen wurde festgestellt, dass eine Beleuchtung vorgesehen war, die der Elektriker prüfte. Unter den Vitrinen war eine Verteilerdose, die der Elektriker mit einem Stromkabel mit Zwischenschalter versah.

Die Vitrinenbeleuchtung wurde geprüft und instandgesetzt.
Die Vitrinenbeleuchtung wurde geprüft und instandgesetzt.

Das Seilzugsystem im Raum 4 erstreckt sich von Wand zu Wand und beleuchtet die darunter befindliche Vitrine auf der einen Seite und die Ausstellung zum Thema: „Gommeraner Persönlichkeiten nach denen Straßen, Plätze und Einrichtungen benannt sind“ auf der anderen Seite.

Modern und optisch ansprechend: Die variable Beleuchtung mittels Seilsystem.
Modern und optisch ansprechend: Die variable Beleuchtung mittels Seilsystem.

Die Erneuerung und Erweiterung der Beleuchtungsanlagen in unseren Räumen war kein kleines Projekt für einen Verein mit 51 Mitgliedern. Es wurde nur durch das Engagement unserer Sponsoren möglich. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bei Herrn Birkholz von der Avacon AG und Herrn Nehring von der ÖSA-Versicherung bedanken. Ebenso geht mein Dank an die Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Jerichower Land und Volksbank Jerichower Land. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird es künftig möglich sein, insbesondere im Winterhalbjahr die Exponate und Informationen in den Vitrinen gut ausgeleuchtet zu präsentieren.

Vereinsleben

Erste Radtour 2020

Die Mitglieder des Heimatverein Gommern e.V. trafen sich am 20.09.2020 zur Radtour „Freilichtmuseum der Kleinbahnen“. Treffpunkt war der Bahnhofsvorplatz an der Kleinbahn-Lok 994301.

Erste Radtour des Heimatvereins Gommern am 20.92020 (Foto T. Schäfer).
Erste Radtour des Heimatvereins Gommern am 20.92020 (Foto T. Schäfer).

Anschließend ging es weiter nach Dannigkow auf dem Weg, den die Kleinbahn einst nahm und der heute ein Radweg ist. Am Haltepunkt Dannigkow befindet sich eine Schautafel und ein Waggon. Dort gab es von Herrn Flögel einige interessante Erläuterungen. Am ehemaligen Plattenwerk am Plattensee, wo einst die Sandbahn das Werk mit Sand belieferte, gab es den nächsten Halt. Durch das Naherholungsgebiet, vorbei am Tiefensee, ging es weiter nach Pretzien zum Betriebsbahnhof mit Kraftwerk. Dort erklärte uns Herr Frithjof Meussling die Historie des Gebäudes. Danach führte der Weg durch den Wald, vorbei am Kolumbussee, Königssee und Heinrichstaler See zum Gesteinsgarten, wo die Radtour endete. Herr Flögel und Herr Stach fanden jederzeit zu den Fragen der Teilnehmer erklärende Worte.

Titelseite Broschüre "Die Gommern-Pretziener Eisenbahn"
Titelseite Broschüre „Die Gommern-Pretziener Eisenbahn“

Die Broschüre „Die Gommern-Pretziener Eisenbahn“ von Jürgen Krebs aus Barby informiert detailliert über die im Volksmund bekannte „Sandbahn“. Auf 80 Seiten mit 140 Abbildungen wird die Geschichte dieses technischen Denkmals nachgezeichnet. Das Heft kann zum Preis von 12,50 Euro (Vereinsmitglieder 10 Euro) im Heimatverein erworben werden.

Vereinsleben

Klönsnack 2020

Am Sonntag, den 01.03.2020 trafen sich die Mitglieder und Gäste um 15.00 Uhr zum alljährlichen Klönsnack in den Räumen des Heimatverein. Das Thema in diesem Jahr lehnte sich an die Sonderausstellung „Poesie-Alben der Gommeraner im Wandel der Zeit„ an.

Es ist schon zur schönen Tradition geworden, dass selbstgebackener Kuchen und frisch gebrühter Kaffee angeboten werden. Das nahmen ca. 30 Personen an und es wurde ein schöner Nachmittag mit vielen Erinnerungen an die Zeit, in der wir alle im Poesie-Alben-Fieber waren.

Der Landrat Dr. Steffen Burchhardt gehörte auch zu den Gästen. Er begutachtete unsere Ausstellung und war begeistert mit welcher schönen Schrift damals in diese kleinen Büchlein geschrieben wurde. Der Aufforderung sich im Gästebuch des Heimatverein zu verewigen mit einer „Schönschrift“ sorgte für allgemeine Erheiterung. Er gab sich dann auch große Mühe.

Vereinsleben

Poesiealben der Gommeraner im Wandel der Zeit

Am 2. Februar 2020 wurde in den Vereinsräumen in der Walther-Rathenau-Straße 19 die erste Ausstellung im neuen Jahrzehnt eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Poesiealben der Gommeraner im Wandel der Zeit“ und umfasst 49 Alben. Das älteste Poesiealbum wurde im Jahr 1908 angelegt. Zur Ausstellungseröffnung nahm die Vereinsvorsitzende Karin Gust die über 30 Gäste mit auf eine Zeitreise, in dem sie zu jeder Vitrine – in der die Alben nach ihrer Entstehung geordnet sind – die passenden Worte fand. Neben vielen interessant gestalteten Seiten finden sich auch Einträge von Martin Schwantes und Fritz Heike.

Die Ausstellung kann bis zum Juni 2020 an jedem ersten Sonntag des Monats von 15 bis 17 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen besteht auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache die Möglichkeit zu Besichtigung (Telefon 039200 50458).

Liebevoll gestaltet im Jahr 1916.

l